Jetzt sind die Stadtteile dran!

Jetzt geht es auch uns an den Kragen! Nachdem die schwarze Sonne über der niederrheinischen Metropole untergegangen ist, zeigt sich auch auch die neue Macht erstmal von ihrer dunkelsten Seite und macht den Wahlkampfslogan zur Realität.

Erste Opfer: Die Autofahrer, die unser Dorf in süd/süd-westlicher Richtung verlassen müssen.
Die Straße, die den Dörfling in Richtung der Ausfallstraße bringt, wurde wieder zur Einbahnstraße und der neue Bezirks-vor(ne-im-Bild-Rum)steher lässt sich mit einem der 3 Anwohner, die unter der zwischenzeitlichen Bidirektionalität des knapp 90 m langen und im behelfsstraßenmäßigen Zustand befindlichen Abschnittes „gelitten“ hatten, stolz lächelnd fotografieren.
Hurra!
Nun wird der riesige, das kurze Teilstück belastende Strom der aus dem Ort zur Arbeit Getriebenen wieder eine 4x so lange Strecke entlang eines Schulwegs mit tw. nicht vorhandenem Gehweg und vorbei an Seniorenwohnungen geführt – knappe 400m, auf denen sich kaum Ausweichmöglichkeiten für PKW befinden. So wird der morgendliche Schulweg wenigstens ein bisschen spannender.

„Jo! Jetzt sind wir dran!“

Diesen Gedanken bekommt jeder, dem der neue Ortsbus (nicht nur auf diesem Teilstück, aber hier besonders) entgegengefahren (gebrettert) kommt. Immer ein Spaß und Nervenkitzel vor allem auch für nicht-motorisierte Zweiradfahrer!

Diese sind aber jetzt viel sicherer unterwegs, denn nun gilt Tempo 50 bis über die Ortsgrenze hinaus. Hurra!

Ist man als Autofahrer nun endlich auf der Ausfallstraße gelandet, einer breiten, zweispurigen Straße, die an den Rändern nicht beparkt ist und wo der kombinierte Fuß- und Radweg durch einen Grünstreifen abgetrennt ist, muss man seine Freude und seinen rechten Fuß gewaltig zähmen, denn der Mann mit der Brille und dem lustigen (ist es überhaupt ein) Bart (?) möchte, dass der Norden der berühmten niederrheinischen Metropole verkehrstechnisch ähnlich leidet wie der Süden, wo der lustige Mann wohnt. So lässt er sich auch für dieses Tempolimit gerne feiern.

Leitbild oder Leidbild?

2014-2015
Da hat der Heimatort doch mal einen rausgehauen: Unser Vorort hat ein Leitbild! Bürgerverein, Werbering und noch manch anderer, der/die anscheinend ein paar Euro übrig hatte, hat einem Professor das (aufgrund des Beamtensalärs höchstwahrscheinliche klamme) Säckel gefüllt. Sei‘ s drum, wenn man die Kohle übrig hat…

Kommen wir zu ein paar lustigen Einzelheiten:
Nach einem Vortrag, den o.g. Kapazität vor einem breiten Publikum gehalten hat, hat sich eine Gruppe engagierter wichtiger Menschen zusammengetan, um unseren Ort attraktiver zu gestalten und über die Grenzen Krefelds hinaus bekannt zu machen. So weit so ehrenvoll. Nach einem Auftakt mit viel Getöse wurde ein nettes Logo entwickelt, Aufkleber und Einkaufstaschen. Es wurden eine WWW- und eine Facebookseite gestartet, die bis Dezember 2015 aktuell gehalten wurde. An der WWW-Seite wird aber noch gearbeitet – zumindest auf der Unterseite „Projekte“ gibt es einen derartigen Hinweis.
Die Broschüre (1) wird in einem eigenen Beitrag gewürdigt.

Gelungen

Der Werbering hat sich ein wenig abgestaubt und versucht, die Kaufkraft im Dorf zu halten. Dass das immer schwieriger wird, sieht man, wenn man die Paketzusteller, die teilweise 2x täglich durch den Ort fahren, eines zweiten Blickes würdigt.

Leidbild Hüls

Da wurde mit viel (für manch einen unerklärlichem) Enthusiasmus etwas begonnen, was keiner wirklich braucht. Dies scheinen selbst die Protagonisten erkannt zu haben, denn sonst könnten die elektronischen Medien wohl aktuell gehalten werden.

Wenn dann auch noch Inhaber und Angestellte der ansässigen Einzelhandelsgeschäfte das identische Produkt lieber beim (in Deutschland kaum Steuern zahlenden und „lohndumpenden“) Logistik-Konzern einkaufen, scheint die Idee nicht mal nach innen zu wirken.

Ich hier…

Da mir häufig die seltsamsten Gedanken durch den Kopf gehen, und ich mich manchmal frage, ob ich der Einzige bin, der das gerade so denkt, habe ich beschlossen, meine – bestimmt nicht immer klar sortierten und zu Ende gedachten – Gedanken mit der Welt zu teilen.

Ich freue mich auf Kommentare und Diskussionen – am liebsten mir Leuten, die, wie ich auch, ihren echten Namen verwenden.

Ich bin Markus Hülbusch und neu beim Bloggen 🙂